Aus dem Ordner
Wie ich einen Sammelordner ordne
Ich ordne den Sammelordner, bevor ich die Karten ordne. Seitengröße und Reihenfolge sind das ganze System. Alles andere ist eine Karte, die ein Fach sucht, das ich schon gebaut habe. Steht die Entscheidung noch nicht, wird aus jedem Abend ein neuer Anfang, und die Schachtel sieht danach genauso gemischt aus wie davor.
Aktualisiert am 24. Oktober 2026
Neun Taschen oder vier Taschen
Eine Seite mit neun Taschen hat drei Spalten zu je drei Karten. Eine eingehüllte Karte passt hinein. Ein Set von etwa hundert Karten wird daraus ein Dutzend Seiten, ein Ordner, den ich mit einer Hand aufgeschlagen halten kann. Das ist die Seite für Set-Ordner. Paldean Fates führt in der öffentlichen Liste 245 Karten, Kennung sv4pt5. Der Neuner-Ordner ist dabei schon ein dicker Band. Dieselbe Liste auf Viererseiten würde einen Ordner ergeben, den ich nicht tragen möchte. Die Seitengröße entscheide ich, bevor die erste Karte einzieht.
Eine Seite mit vier Taschen hat zwei Spalten zu je zwei Karten, und jede Karte sitzt größer. Die nutze ich, wenn es ums Anschauen geht und nicht um eine lange Liste zum Abhaken. Ein Generationenordner kann beides werden. Neun Taschen bringen 1.025 Arten in weniger Ordnern unter. Vier Taschen machen die Lieblingsseite eines Kindes leichter zu finden und das Regal schwerer. Ein fertiges Set von einer Seitengröße in die andere umzuziehen, ist ein Nachmittag, den ich schon einmal verbracht habe. Noch einmal plane ich das nicht. Die lange Übersicht ist der Grund, warum die beiden Ordneraufgaben getrennt bleiben. In einem Band mische ich die Seitengrößen nicht.
Ordnung nach Kartennummer
Set-Ordnung ist die Kartennummer auf der Karte, gelegt an die Kartenliste. Nummer 1 ist das erste Fach, auch wenn es nicht das Wesen ist, das ich am liebsten mag. Trainer und Energie bleiben dort, wo das Set sie hingesetzt hat. Ich baue vorn keine schöne Holoseite. Die schöne Seite versteckt die fehlende gewöhnliche Karte, und genau die hält den Ordner offen. Eine Lücke ist eine fehlende Nummer, kein Gestaltungsmittel.
Die Sets in Reihenfolge sagen mir, zu welcher Liste eine Karte gehört. Das Set-Symbol hilft beim Bestätigen. Sortiert wird nach der Nummer. Teilen sich zwei Karten einen Namen und unterscheiden sich die Nummern, sind es verschiedene Zeilen. Das habe ich an Promos gelernt. Die sitzen oft neben einem Hauptset und führen eine eigene Zählung. Ich zwinge sie nicht in die Nummern des Nachbarsets, nur weil der Name bekannt ist.
Ordnung nach Pokédex-Nummer
Pokédex-Ordnung ist die Ordnung der Arten. Generation 1 läuft von Bisasam bis Mew, #001 bis #151. Dem Fach ist egal, aus welchem Set die Karte stammt. Eine eingehüllte gewöhnliche Karte aus einem neuen Set füllt #001 genauso wie ein alter Druck. Die Notiz zum Pokédex-Ordner erklärt, warum ich bei einer Karte je Art aufhöre. Die Checkliste der ersten 151 ist dieselbe Idee, beschränkt auf diese 151. Das Fach #050 rückt nicht nach vorn, weil ich die Karte an einem Dienstag gefunden habe.
Die Pokédex-Nummer schreibe ich nur dann klein an die Ecke der Seite, wenn die Seite ein neues Hundert beginnt. Ich beschrifte nicht jedes Fach. Die Checkliste auf der Sammlungsseite ist das Verzeichnis. Der Ordner ist der Beweis. Wer eine Art suchen will, kennt die Nummer oder schlägt sie nach. Ein Ordner voller Zettel an jedem Fach wird steif und sagt trotzdem nicht, welche Zeile noch leer ist.
Wann ich eine Zeile markiere
Die Sammlungen zeigen eine Zeile als gefüllt, wenn ich die Karte eingetragen habe. Eintragen ist etwas anderes, als einen Stapel anzusehen. Ich stecke die Karte in die Hülle, die Hülle ins Fach, und dann markiere ich die Zeile. Markiere ich zuerst, lügt die Liste, und der Ordner hat ein Loch. Dieses Loch fällt erst auf, wenn ich die Seiten wirklich umblättere, oft an einem anderen Abend, wenn die Schachtel schon wieder zu ist.
Hüllen und Seiten kommen vor der Markierung, nicht danach. Eine Karte, die sich in der Tasche blank scheuert, muss ich danach ersetzen, und die Zeile war nie wirklich fertig. Widersprechen sich Bildschirm und Ordner, blättere ich. Der Ordner gewinnt. Die Liste korrigiere ich auf den Stand der Fächer, nicht umgekehrt. Ein Balken auf dem Bildschirm ist eine Erinnerung. Das Fach ist die Tatsache.
Ein brauchbarer Abend sieht so aus. Ich nehme einen Ordner vor und lasse den anderen zu. Den passenden Stapel lege ich in Nummernfolge auf den Tisch, neun Karten in eine Reihe, wenn ich Neunerseiten benutze. Jede Karte kommt in die Hülle, dann ins Fach, und erst danach schaue ich auf die Checkliste. Karten, die heute nicht in diesen Ordner gehören, wandern zurück in ihre Schachtel, bevor ich anfange. Sonst werden sie auf halber Seite ein zweites Vorhaben. Eine fertige, abgelegte Seite ist ein besserer Abend als drei bewunderte Stapel.
Fragen
Soll ein Generationenordner Seiten mit neun Taschen haben?
Ich nehme neun Taschen, wenn der Abschnitt fertig werden soll. Ich nehme vier Taschen, wenn weniger Karten größer zu sehen sein sollen. Beides sind richtige Ordner. In einem Band mische ich die beiden Seiten nicht, weil die Zählung und das Regal dabei durcheinandergeraten.
Sortiere ich ein Set nach Typ oder nach Seltenheit?
Nein. Ein Set sortiere ich nach Kartennummer. Typ und Seltenheit verändern das Aussehen einer Seite und verstecken die fehlenden Nummern. Trainer und Energie bleiben an der Stelle, die das Set ihnen gegeben hat.